Arduino -- Elektronik-Experimentierkasten -- Lectron Lehrsytem -- Jugendarbeit -- Elektronik -- Amateurfunk -- Notfunk -- Shop

Trägerplatine für Eigenbau-Experimentiersystem, basierend auf dem Philips/Schuco-System

Um vorhandene Philips- bzw. Schuco-Experimentierkästen mit neuen Bauteilen ergänzen zu können kann man die dafür notwendigen Trägerplatinen auch selbst herstellen.



Die Eigenbau-Trägerplatinen wurden mit Lochrasterplatinen erstellt. Die Schlitze für die Federklemmen wurden mit einer Proxxon MF70 Microfräse in die Platinen gefräst. Die einfachere Alternative anstatt der gefrästen Schlitze 3mm-Löcher zu verwenden wurde nicht in Betracht gezogen. Stattdessen wurde die  aufwendigere Lösung mit den gefrästen Schlitzen gewählt. Bei der Variante mit den Schlitzen werden die Schaltdrähte nicht nach unten gebogen sondern liegen oben auf der Platine plan auf.

Lochrasterplatine die hier verwendet werden sind nur 1mm dick. Dickere Platinen haben zur Folge das die Federkraft beim Einstecken der Drähte etwas höher ist.

Ob die Lochrasterplatinen aus Pertinaxmaterial ausreichend stabil sind oder bei dem Aufbau der Schaltungen auch mal brechen muss ich noch zeigen. Falls notwendig muss man auf FR4 ausweichen.

Auf der Lötseite wurden die Bauteile mit Silberdraht vertrahtet. Um die Schlitze wurde eine kleine Schleife gelegt und grossflächig verlötet.

Als erste Prototypen wurden folgende Trägerplatinen erstellt:

Beim ersten Aufbau hat es sich gezeigt das die Verwendung von Trägerplatinen bei Widerständen und Elkos der Aufwand an Federklemmen und Drähten sich erhöht.

Es ist sinnvoller Widerstände und zumindest die axialen Kondensatoren mit langen Anschlussdrähten nicht auf Trägerplatinen zu setzen sondern diese direkt zwischen die Federklemmen einzusetzen. Bei Kondensatoren mit radialen Anschlüssen (siehe obiges Bild) sind Trägerplatine sinnvoll eingesetzt.

Die erste, mit den Eigenbau-Trägerplatinen aufgebaute,  Schaltung: ein Wechselblinker ( astabiler Multivibrator)



Erfahrungen & Fazit:

Die Variante auf der Basis von Lochrasterplatinen ist für einzelne Trägerplatinen sinnvoll umsetzbar. Der Aufwand für die Verdrahtung ist recht hoch. Die mechanischen Arbeiten wie z.B. das einfräsen der schrägen Langlöchern sind auch aufwendig.

Im Bereich der Kontaktflächen für die Ferderklemmen trägt der für die Vertdrahtung verwendete Silberdraht relativ hoch auf. Das hat zu Folge das die Federklemme recht stark eingedrückt wird. Die Federkraft ist daher höher als bei der Verwendung von Original-Trägerplatinen.

Als bessere Alternative wurden Trägerplatinen industriell gefertigt:

Trägerplatinen für Experimentier- und Lehrsystem

Aus einer Sammelbestellung sind noch einige Trägerplatinen z.B. für Transistoren, LEDs usw verfügbar.

24.01.2012

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Mayer, DL8MA - Weinstadt-Grossheppach
Impressum

zurück zu www.DL8MA.de